FAQ

Was ist eigentlich Kalk?

Kalk gehört zu den wichtigsten und mengenmäßig am häufigsten verwendeten Materialien auf der Erde, er findet sich überall und wir kommen also nicht um ihn herum: In unserer Nahrung, in Kosmetika, in Zahnpflegemitteln, für unsere Schultafelkreide (urpsr., heute wird vermehrt Gips verwendet), für die Lederproduktion, in der Papierindustrie, in Kunststoffen, Leimen, Mineralfarben, zur Herstellung von Schotter,  Beton, Zement, Mörtel und Putzen, im Trinkwasser etc. Ca. 7% der Erdkruste bestehen aus Kalk.


Wie entsteht Kalk?

Chemisch ist Kalk Calciumcarbonat (eine Verbindung der Elemente Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff), mineralogisch Calcit oder Aragonit. Im wahrsten Sinne des Wortes wurde biologischer Kalk von Mikroorganismen wie Coccolithen gebildet, deren Kalkskelette sich in riesigen Mengen auf dem Ur-Meeresgrund abgelagert haben (sedimentäre Ablagerung). Dieser Prozess begann im Kambrium vor ca. 600 Mio. Jahren. Durch die Bildung dieser biologischen Kalkskelette wurden riesige Mengen Kohlendioxid aus der Atmosphäre gebunden und zu ganzen Gebirgszügen (z.B. Jura) aufgetürmt. Heute ist in diesen Gebirgen und den kalkhaltigen Sedimenten der größte Anteil an Kohlenstoff gebunden. Deshalb entweicht beim Kalkbrennen CO2 und man erhält Branntkalk (Ätzkalk, Stückkalk). Gleichzeitig nahm der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre zu, was die Grundlage für moderne Lebensformen schaffte. Geographisch gibt es unzählig verschiedene Varianten von Kalk. Die einen sind relativ rein, andere sind mehr oder minder mit Mineralien versetzt oder gar mit organischen Substanzen wie z.B. im Schwarzen Jura.


Wie hoch ist der Kalkgehalt in unserem Leitungswasser?
 

Der Kalkgehalt des Leitungswassers wird als Härtegrad bezeichnet. Ab welcher Kalkkonzentration gilt das Wasser als „hart“, „weich“ oder „mittel“ ?
 
  • Weist Trinkwasser einen Wert unterhalb von 8,4°dH auf, gilt es als weiches Wasser.
  • Zwischen 8,4°dH und 14°dH zählt es zu mittelhartem Wasser.
  • Ein Härtegrad zwischen 14 °dH und 21,3 ° dH wird als hart bezeichnet.
  • Über 21,3° dH wird das Wasser als sehr hart kategorisiert.

Wie bestimme ich den Härtegrad im Leitungswasser?
 

In vielen Fällen informieren die Wasserwerke über den Härtegrad des jeweiligen Trinkwassers. Die Informationen finden sich meist auf der Homepage oder können telefonisch erfragt werden. Zudem ist der Härtegrad in aller Regel auf den Wasser-Jahresabrechnungen vermerkt. Anhand entsprechender Messstreifen kann die Wasserhärte jedoch auch selbst bestimmt werden.


Ist kalkhaltiges Leitungswasser gesundheitsschädlich?

Leitungswasser ist für viele Menschen eine gute Alternative zum Mineralwasser aus der Flasche. Zum einen spart man sich das Kistenschleppen. Zudem ist es im direkten Vergleich wesentlich günstiger als Mineralwasser. Wirklich sicher, ob das eigene Leitungswasser zum Trinken geeignet ist, sind sich jedoch die wenigsten. Neben Verunreinigungen durch Schwermetalle oder mikrobiologische Belastung, die übrigens hauptsächlich in den hausinternen Leitungen stattfinden, ist auch der Kalkgehalt im Leitungswasser ein Faktor, der viele immer noch zur Flasche greifen lässt. Doch ist hartes Wasser schädlich und daher wirklich ein Grund, lieber Mineralwasser zu trinken?

Es herrscht ein weitverbreiteter Irrglaube, der besagt, dass kalkhaltiges Trinkwasser die Verkalkung der Arterien begünstigt. Dies ist jedoch definitiv nicht der Fall, da sind sich Experten einig. Die Aufnahme von Kalk über das Wasser und die Verkalkung der Herzkranzgefäße stehen demnach in keinem Zusammenhang – so beispielsweise Prof. Dr. med. Klepzig in einem Beitrag für die Internetpräsenz der Deutschen Herzstiftung.
Kalkhaltiges Wasser ist sogar gut für Ihre Gesundheit, denn Kalk besteht aus den Mineralstoffen Calcium und Magnesium. Und diese beiden Mineralien sind für unseren Organismus essentiell.


Ist Kalk eine Gefahr für ihre Haushaltsgeräte?
 
Definitiv JA, denn die Verkalkung Ihrer Haushaltsgeräte durch hartes Wasser entsteht durch die im Wasser gelösten Ionen. Kalkablagerungen können Leitungen verstopfen. Da sich der Kalk bei höheren Temperaturen schneller niederschlägt, finden sich am Ende der Heizwendel schon Kalkablagerungen, wenn man sie am Anfang noch gar nicht sieht.
Bei hartem Wasser entsteht so schnell ein Pfropf, der die Kaffemaschine verstopft.



Wie oft muss ich meine Kaffeemaschine entkalken?

Es gibt hier keine genau Faustformel. Einige empfehlen sogar alle 3 Monate. Wir empfehlen die Kaffemaschine alle 14 Tage zu entkalken, oder spätenstens wenn die Anzeige zum entkalken im Display erscheint (je nach Hersteller). Somit ist die Langlebigkeit der Kaffeemaschine und ein perfekter Kaffeegenuss gewährleistet.